Angsterkrankung Soziale Phobie

Leben mit einer Sozialen Phobie

Was ist eine Soziale Phobie ? 

Eine Angststörung ist für Menschen die nicht davon betroffen sind schwer zu verstehen, da betroffene angst in Situationen verspüren in denen die angst grundlos ist, also in der keine Gefahr besteht. Menschen haben  angst , denn eigentlich möchte unsere angst uns beschützen, doch bei Menschen mit Angststörungen möchte die angst einen beschützen obwohl es keinen Schutz bedarf, aber wir reagieren mit Panik. 

ich leide unter einer sozialen Phobie, dies bedeutet in sozialen Situationen besteht die angst vor negativen Bewertungen anderer, angst vor Ablehnung, Ausgrenzung, als merkwürdig oder lächerlich bewertet zu werden. zudem treten Symptome der Angststörung auf wie starkes herzrasen, Atemnot, Schwindel, zittern und die angst wächst in einem da man befürchtet das durch diese Symptome die Bewertung noch schlimmer wird und einem dies sehr peinlich ist. 

die Angst bezieht sich auf Situationen in denen man bewertet oder beobachtet werden könnte und auch im kontakt mit anderen Menschen wie bei Unterhaltungen mit freunden oder bekannten, beim essen gehen, vor Autoritätspersonen, Behördengänge, einkaufen und und und, die angst ist meine tägliche Begleiterin. für mich ist meine angst weiblich, dies fühlt sich für mich irgendwie stimmiger an. 

diese ganzen Situationen werden aufgrund der Gefühle und Symptome die man erlebt gemieden oder nur unter starker angst ausgehalten, der Radius verkleinert sich und man sitzt irgendwann in seinem eigenen Hamster Rad. 

auch kommen Schwierigkeiten in Beziehungen zu Stande und es ist schwierig einen beruf auszuüben, obwohl die Qualifikation vorhanden sind. ein Teufelskreis beginnt. 

Warum habe ich eine soziale Phobie?

lange habe ich nicht verstanden warum gerade ich mit dieser Erkrankung bestraft worden bin, ja so waren meine Gedanken, hier merkt man wie abstoßend ich gesprochen und gedacht habe, ich habe mich verurteilt, meine angst immer bekämpft und sie verachtet, doch die angst gehört zu mir, ja das bin ich mein geist und Körper und die angst ist ein teil von mir. Ich habe gelernt meine angst zu verstehen das ist ein erster schritt nun möchte ich lernen sie anzunehmen und zu akzeptieren. 

klar es können genetische Faktoren eine rolle spielen aber dies Weiß ich nicht, was ich Weiß ist das ich schon seid meiner Kindheit ein eher schüchterndes Mädchen war und so schnell keine Kontakte geknüpft habe, als Kind habe ich mir lieber die anderen Kinder erstmal aus der Ferne angeschaut.

Prägungen aus der Kindheit spielen eine wichtige rolle vertrauen in sich und in andere entwickeln, ich bin okay so wie ich bin, erfahrungen die prägend waren, so genannte traumen also erlebnisse die ein schwarzes loch hinterlassen haben, es entwickeln sich glaubenssätze die man selber für wahr hält, die erwartungen an sich selber sind überhöht bloß keinen fehler machen immer perfekt sein um blos keine kritik oder erneute ablehung zu erfahren. doch perfekt gibt es für einen selbst nicht, man genügt sich nie genug. die eigenen gedanken werden zur katastrophe, ja es spielen sich richtige horrorfilme im kopf ab, man wird sein eigener regisseur seines selbst produzierten horrorfilms. diese szenarien werden zur schleife und drehen sich wie ein karussell auf dem jahrmarkt, nur das dies im gehirn stattfindet, aber es fühlt sich real an. 

auch unangenehme erfahrungen mit anderen menschen können dazu führen das sich eine soziale phobie entwickelt, klar diese erfahrungen hat jeder mal, jedoch können diese sich wiederholen und stark prägend sein. 

Folgen der Sozialen Phobie

Ich kann hier nur für mich schreiben, aber bestimmt fühlt sich der ein oder andere angesprochen. Wie man seine Angsterkrankung empfindet ist unterschiedlich. Meine Angst hat mir meine Lebensqualität genommen, Situationen in den sich andere freuen, wie ein Ausflug, Essen gehen oder oder werden für mich zur innerlichen Qual. Allein der Gedanke an solch eine Situation löst körperliche Symptome aus. Beziehungen zu freunden gehen kaputt, obwohl dies nie die eigene Absicht war, aber man kann auch nicht erwarten das andere mich verstehen. Es tut weh. Rückzug, Isolation, Vereinsamung sind die Folge. 

Denn meine Krücken sind unsichtbar, diese sieht niemand. 

Eine lange Zeit meines lebens habe ich meine Ängste mit mir selber ausgemacht, nicht mit der Familie gesprochen, geschweige denn mit Freunden oder kollegen. Immer wieder habe ich Strategien entwickelt damit meine Erkrankung nicht gesehen wird. 

so viele Alltagssituationen werden zur Überwindung die mich unglaublich viel Kraft kosten und ich am Ende des Tages einfach nur erschöpft bin, als wäre ich einen riesigen Marathon gelaufen. 

oft hört man lieb gemeinte Ratschläge, ,, du brauchst doch keine Angst zu haben´´ doch man kann es nicht stoppen, es passiert einfach. nur noch die Angst ist präsent. Herzklopfen, schwitzige Hände, der Puls steigt und das Gefühl als wenn man keine Luft mehr bekommt. In solch einer Situation hat man das Gefühl, dass der Boden unter den Füßen sich entzieht. 

 

Die Angst wird zum Bestimmer, sie wird zum eigenen Regisseur. 

 

 

 

Der Weg aus der Angst

Ich selbst bin mitten im Prozess oder auch noch am angfang, ich möchte aber meine Erfolge teilen, Erfahrungen die ich selber erkannt habe. Ich habe zu lange nix gegen meine Ängste unternommen, erst als ich keinen Ausweg mehr sah, mein Leben immer mehr den Bach runterging, mein Radius so klein wurde das kaum noch eine soziale Situation möglich war, fing ich an zu handeln. Ich war bereit in eine spezielle Klinik für Psychosomatik zu gehen und mir Hilfe zu holen. Dies war ein guter erster Anfang, weshalb ich auch meinen Blog gestartet habe, denn ich habe gelernt, dass ich nicht weiter meine Angst bekämpfen muss, Nein es ist ok sie anzunehmen, denn das bin ich und das ist okay. Wenn mich jemand deswegen ablehnt, dann ist das so. Weiter  mache ich mit einer kognitiven Verhaltenstherapie. 

Mein Weg ist noch lang und es werden viele Mauern und steine mich begleiten, aber ich möchte den Mut haben, diese Mauern zu durchbrechen und die Steine zu überqueren, auch wenn dieser Weg mit viel Schmerz und Angst verbunden ist, ich möchte ihn bestreiten, denn ich wünsche mir wieder ein Leben das von Freude, Lachen, Mut, Liebe besonnen ist. 

Ich möchte meine übereifrige Alarmanlage neu programmieren. 

Ich wünsche mir das ich einfach ich sein kann. 

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